Die Kochsalztherapie

Neue Hoffnung für Schmerz-Patienten
bei Bandscheiben- und Rücken-Schmerzen

und bei rheumatischen Erkrankungen


Bei dieser Methode werden entlang der Wirbelsäule sehr gezielt Injektionen einer medizinischen Kochsalzlösung verabreicht. Damit konnten beim Bandscheiben-vorfall, bei chronischen Schmerzen und oft auch bei sog. "hoffnungslosen Fällen" schon erstaunliche Heilerfolge erzielt werden.


Wer kennt das nicht:

Hartnäckige Schmerzen im Rücken, in der Schulter, im Gesäßmuskel, in den Beinen. 
Vieles hat man schon versucht: Man ist schon bei mehreren Ärzten gewesen, hat Krankengymnastik, Massage, Fango und Elektrotherapie, vielleicht auch Akupunktur über sich ergehen lassen. Man hat Tabletten geschluckt, Spritzen und Infusionen bekommen. Aber alles hat nicht so recht geholfen. Schließlich wurde einem eine Operation empfohlen. Bevor Sie nun ganz den Mut aufgeben, sollten Sie einen Blick auf die Kochsalztherapie werfen. Denn hier werden die Probleme von einem ganz anderen Ansatz als bisher angegangen. Vielen tausend, z.T. als „hoffnungslose Fälle" bezeichneten Patienten hat diese Methode schon hervorragend geholfen und viele riskante Operationen konnten dadurch vermieden werden.


Die Kochsalztherapie

Worum geht es und was ist anders als bei den Therapien, die Sie bisher bekommen haben? Die konventionelle Schulmedizin behandelt Symptome, oft jedoch nicht die Ursachen von Erkrankungen. So werden z.B. oft Schmerzmittel verordnet, die zwar eine Linderung, jedoch keine Heilung bringen. Dafür haben sie oft erhebliche Nebenwirkungen. Wenn die Behandlung dann nicht anspricht, werden dem Patienten evtl. sehr eingreifende Operationen empfohlen. Oft könnten diese Operationen jedoch vermieden werden, wenn man die Ursache der Beschwerden behandelt.


Und damit sind wir bei der Kochsalztherapie:

Es hat sich gezeigt, daß die Ursache von chronischen Schmerzen oft ganz woanders zu suchen ist, als am Ort der Schmerzen selbst. Um das zu verstehen, müssen wir ein wenig ausholen: Der menschliche Körper ist ein wahres Wunderwerk an Reparaturfähigkeit In jeder Sekunde werden Millionen beschädigter Zellen durch neue, gesunde ersetzt. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß am Ort der Zellerneuerung genügend Baustoffe zur Verfügung stehen und daß die Abbauprodukte der zerstörten Zellen abtransportiert werden können. Beides geschieht über das Blut. Es kann also nur dort eine gesunde Zellerneuerung stattfinden, wo eine ausreichende Durchblutung bis in die kleinsten Blutgefäße hinein herrscht. 


Und diese Durchblutung der kleinsten Blutgefäße (wir sprechen von „Mikrozirkulation") wird nun von Nerven gesteuert, die im Bereich der Wirbelsäule vom Rückenmark abgehen. Werden diese Nerven an ihrer gesunden Funktion gehindert, können sie diese Mikrozirkulation nicht mehr in der richtigen Weise steuern. Was aber hindert diese Nerven daran, ihre gesunde Funktion und damit die Mikrozirkulation aufrecht zuerhalten? Es sind – und damit sind wir am Kern des Problems angekommen – Entzündungsherde. Diese können z.B. durch Knochen- oder Knorpelabrieb entstehen. Im Bereich dieser Entzündungsherde kommt es nun zu einer Übersäuerung des Gewebes (das ist eine seit langem bekannte Tatsache). Aufgrund chemischer Reaktionen fehlt nun den Nerven das für Ihre Funktion unverzichtbare Natrium und die Nerven „blockieren". 


Nun kommt es zu einem Teufelskreis, den die gängigen Medikamente nicht durchbrechen können: Die Nerven können die Mikrozirkulation nicht mehr aufrechterhalten, dadurch ist die Blutzufuhr zu gering und dadurch kann die Entzündung nicht mehr abgebaut werden. Im Gegenteil, im Laufe der Zeit kommt es zu einer weiteren Ansammlung von Stoffwechselschlacken, die dann die Entzündung weiter aufrechterhalten und evt sogar „einkapseln". Es kommt zu chronischen Schmerzzuständen und einer vorzeitigen Alterung des nicht mehr ausreichend versorgten Gewebes. Je nachdem, welchen Körperteil die betroffenen Nerven versorgen, kommt es zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule bis hin zum Bandscheibenvorfall oder in den betroffenen Gelenken mit dem Bild einer Arthritis und – nach längerem Bestehen derselben – zu einer Arthrose.













Wie hilft nun das Kochsalz?

Wir hatten gesehen, daß durch die Entzündung eine Unterversorgung der Nerven mit Natrium zustande kommt. Indem nun an die entsprechenden Nerven eine Kochsalzlösung gespritzt wird, werden ihnen wieder Natrium-Ionen zugeführt (die chemische Bezeichnung von Kochsalz ist Natrium-Chlorid). Nun kann der Nerv wieder seine normale Funktion aufnehmen. Er sorgt dafür, daß die feinen Blutgefäße geöffnet werden, die Mikrozirkulation kommt wieder in Gang. Sobald das Blut wieder ungehindert fließen kann, werden auch wieder die nötigen Aufbaustoffe und Sauerstoff in das Entzündungsgebiet transportiert. Die Ablagerungen werden wieder abtransportiert und der Heilungsprozeß kann in Gang kommen. Das Kochsalz selbst bewirkt also weder eine Betäubung der Schmerzen noch ist es unmittelbar heilend tätig. Es ermöglicht lediglich den Nerven, wieder ihre normale Funktion aufzunehmen. Dadurch erst werden die körpereigenen Heilvorgänge angeregt. Es kommt zu einer Heilung und nicht nur zu einer Schmerz- oder Symptom-Unterdrückung!


Wie läuft die Kochsalztherapie ab und wem hilft sie?

Leider reicht es nicht, Kochsalz in irgendeiner Form über die Nahrung zuzuführen. Denn da ja im Entzündungsgebiet die Durchblutung behindert ist, käme das Natrium auf dem Blutweg nicht an den Ort des Geschehens. Deshalb ist es notwendig, das Kochsalz per Spritze genau dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird: in unmittelbare Nähe des Nerven. Dies setzt eine sehr genaue Kenntnis der anatomischen Verhältnisse und vor allem sehr viel Übung voraus. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb so wenig Ärzte diese Methode anwenden. Es hat sich nun gezeigt, daß es meist nicht reicht, nur einzelne Nerven zu behandeln. Die Nerven an der Wirbelsäule stehen untereinander in enger Beziehung, und so ist es meist notwendig, die Hals- und die Lendenwirbelsäule gemeinsam zu behandeln (diese Erfahrung haben auch erfahrene Chirotherapeuten immer wieder gemacht). Je nach Krankheitsbild sind bis zu zwölf Sitzungen mit jeweils bis zu 24 Injektionen notwendig. Auch wenn dies nach „Tortur" klingt, ist es das nicht: Denn die verwendeten Nadeln sind sehr dünn.


Dort, wo die stärksten Entzündungsherde sind, verspürt der Patient beim Einstich für wenige Sekunden einen kurzen Schmerz. Dieser hält jedoch nicht an und wenn der Patient von der Behandlungsliege aufsteht, ist der Injektionsschmerz schon wieder verschwunden. Lediglich ein angenehmes Wärme- und ein leichtes, oft als angenehm empfundenes Druckgefühl hält etwas länger an. Da es sich bei den Kochsalzspritzen nicht um ein Betäubungsmittel handelt, ist nicht mit einer sofortigen Schmerzfreiheit zu rechnen. Zwar berichten die Patienten häufig, daß schon nach der zweiten oder dritten Sitzung die Beschwerden leichter werden. Die eigentliche Heilung und damit die Schmerzfreiheit setzt jedoch unter Umständen auch erst nach Abschluß der Injektionsserie ein. Denn der Körper braucht einfach eine gewisse Zeit, bis er mit der Entzündung fertig geworden ist. Das erfordert von Seiten des Patienten etwas Geduld und Vertrauen. Dafür wird er dann mit der schon nicht mehr für möglich gehaltenen Schmerzfreiheit oder -Linderung belohnt. Etwa 80 Prozent der Patienten werden nach der Behandlung schmerzfrei, bei den restlichen 20 Prozent kommt es erfahrungsgemäß zu einer mehr oder weniger deutlichen Linderung der Schmerzen. Bei diesen Patienten ist eine Auffrischbehandlung nach etwa drei Monaten sinnvoll.


Wem hilft die Kochsalztherapie?

Ursprünglich wurde die Kochsalztherapie für Bandscheiben- und Rückenschmerzen entwickelt. Hier hat sie ihre Wirkung tausendfach unter Beweis gestellt. Vielen Patienten konnte auf diese Weise eine zum Teil bereits geplante Operation erspart werden. Bald zeigte es sich jedoch, daß diese Therapie auch bei rheumatischen Erkrankungen helfen kann. Das ist verständlich, denn auch die Durchblutung der Gelenke wird ja von den Rückennerven beeinflußt. Hat allerdings die Gelenkzerstörung bei Arthrose ein gewisses Maß überschritten, kann der Körper das Gelenk nicht mehr reparieren.


Weshalb macht mein Hausarzt diese Therapie nicht?

Jeder Arzt lernt während seiner jahrelangen Ausbildung, daß Kochsalz-Lösung eine „Leer-Lösung" ist. Diese wird häufig als Trägerlösung zur Infusion von Medikamenten verwendet, nicht jedoch als eigenständiges Medikament. Ihr Hausarzt kann sich daher nur schwer vorstellen, daß durch diese Therapie eine Wirkung zu erzielen ist. Das ist verständlich, solange man nicht die oft überraschenden Erfolge der Therapie selbst erlebt hat.



Weiterfahrende Literatur:

Dr. V. Desnizza: „Schmerzfrei durch Kochsalz" Erfolg einer Therapie 

Vgs Verlagsgesellschaft


 

Start  I  Praxis  I  Spektrum  I  Anfahrt  I  Service  I  Impressum